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WORUM ES SICH HANDELT

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Die Lauffläche bzw. das Profil Ihrer Reifen (das Gummimuster auf ihrer Oberfläche) muss alle Kräfte übertragen, die zwischen Ihrem Fahrzeug und der Straße ausgetauscht werden. Die Reifen müssen das Gewicht Ihres Fahrzeugs tragen, es lenken, den Antrieb und die Bremskraft übertragen, auf der Fahrbahn haften und sogar die Radaufhängung Ihres Fahrzeugs unterstützen. Die Reifenhaftung bestimmt die Fähigkeit des Rades, der Straße zu folgen, ohne zu rutschen oder zu schleudern. Reifen mit geringem Reifendruck, abgenutzte oder harte Reifen (über 5 Jahre alt) mindern die Kurvenstabilität und können Ihr Fahrzeug bei Nässe und Bremsung gefährlich werden lassen.

Die Reibung und damit die Haftung am Kontaktpunkt zwischen Reifen und Fahrbahn wirkt sich aus auf:

  • Bremswege
  • Straßenlage in Kurven
  • Fahrzeugstabilität
  • Fahrzeugreaktion bei Notfallmanövern
  • Lenkgenauigkeit
  • Sicherheit unter allen Fahrbedingungen

Das Wissen um die Grundelemente des Reifenaufbaus trägt bei jeder Fahrbedingung zu Ihrer Sicherheit bei. Die Reifen bestehen nicht nur aus Gummi. Sie besitzen eine durchaus komplexe innere Struktur.

  • Lauffläche: Dies ist die Oberfläche, die mit der Fahrbahn in Berührung kommt. Die Lauffläche muss verschleißfest sein und das Innere des Reifens schützen. Sie besteht aus Gummi und besitzt ein Muster, das je nach Reifentyp wechselt.
  • Seitenwände: Sie schützen die innere Struktur vor seitlichen Stößen und Angriffen durch Witterungseinflüsse. Sie sind mit nützlichen Angaben zu Reifengröße, Profilmusterbezeichnung, Herstellername, Herstellungsdatum usw. versehen.
  • Reifenwulst: Dieser gewebebeschichtete Gummiring hat dieselbe Form wie die Radfelge und sorgt für einen festen Sitz des Reifens auf dem Rad.
  • Karkassenlage: Hier handelt es sich um den Reifenunterbau, die die Form des Reifens bestimmt. Die Karkasse besteht aus einer oder mehreren übereinander liegenden Gewebeschichten (Lagen), die dem Reifen die nötige Flexibilität verleihen und gleichzeitig die beteiligten Kräfte aufnehmen, d.h. die Fahr-, Brems- und Befüllungskräfte. Radialreifen sind Reifen, bei denen die Gewebeschichten der Karkasse über Kreuz zwischen den Wulsten angeordnet sind.
  • Gürtelabdecklagen: Sie bestehen aus Stahl- oder Nylonlagen, die zwischen der Karkasse und der Lauffläche liegen, um Stäke, Stabilität, Stoß- und Stichfestigkeit zu verbessern.
  • Füller: Dieser Teil besteht generell aus Gummi und reicht vom Wulst bis zur Seitenwand. Er sorgt für einen graduellen Übergang vom harten Wulst zur flexiblen Seitenwand.
  • Innerliner: Der Schlauch ist schon seit langem verschwunden. Er wurde durch eine sehr dünne Schicht aus synthetischem Kautschuk mit hoher Luftdichtigkeit ersetzt. 
  • Wulstdrähte: Diese Drähte verlaufen durch den Wulst und sorgen für einen festen Sitz des Reifens auf der Radfelge.

Der Reifenaufbau ist je nach der Jahreszeit, für die die Reifen vorgesehen sind, unterschiedlich. Es gibt drei wesentliche Reifentypen:

SommerreifenERFAHREN SIE MEHR

WinterreifenERFAHREN SIE MEHR

Vier-Jahreszeiten-ReifenERFAHREN SIE MEHR

Die Europäische Union hat eine neue Kennzeichnungspflicht von Reifen für die Verbreitung von klaren und zuverlässigen Informationen eingeführt. Diese betreffen folgende Angaben:

  • Kraftstoffeffizienz 
  • Nasshaftung
  • Externes Rollgeräusch

Ab November 2012 müssen alle europaweit vertriebenen Neureifen mit den Informationen gekennzeichnet werden, die zur Bewertung ihrer Leistung notwendig sind.  

In der Verordnung (EG) Nr. 1222/2009 sind die verschiedenen Leistungsklassen festgelegt für:

  • Rollwiderstand
  • Nasshaftung
  • externes Rollgeräusch
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ROLLWIDERSTANDERFAHREN SIE MEHR

NasshaftungERFAHREN SIE MEHR

GeräuschentwicklungERFAHREN SIE MEHR

WUSSTEN SIE SCHON?

Kennzeichnungen und Größen
 

Kennzeichnungen und Größen<br/> 

Die Kennzeichnungen auf den Reifenseitenwänden legen die Reifenmerkmale genau fest. Diese Information ist deshalb wichtig, weil auf jedes Fahrzeug nur Reifen der in der Betriebsanleitung vorgegebenen Größe und vom vorgegebenen Typ aufgezogen werden dürfen.
Jede Zahl auf dem Reifen steht für eine bestimmte Eigenschaft. Zum Beispiel findet man in der Betriebsanleitung die Vorgabe von Reifen der Größe 215 65 R 16 95H, dann handelt sich bei:

  • 215 um die Reifenbreite in Millimetern.
  • 65 bestimmt das Verhältnis zwischen Höhe und Breite.
  • R definiert die Anordnung der Lagen. In diesem Fall handelt es sich um einen Radialreifen.
  • 16 gibt den Reifendurchmesser in Zoll an.
  • 95 gibt die Tragfähigkeit an, ein Zahlenwert, der die maximale Last angibt, der der Reifen bei einer in der Geschwindigkeitsklasse des Herstellers vorgegebenen Geschwindigkeit standhalten kann.
  • H gibt die Geschwindigkeitsklasse an, ein Zahlenwert, der die maximale Geschwindigkeit angibt, der der Reifen bei einer in der Tragfähigkeitsklasse des Herstellers vorgegebenen Last standhalten kann.
Auch das Herstellungsdatum (DOT-Nummer) steht auf der Reifenseite. Produktionswoche und -jahr sind in Form eines vierstelligen Zahlencodes angegeben. Der Code 4712 bedeutet zum Beispiel, dass der Reifen in der Woche 47 des Jahres 2012 hergestellt wurde.

Wie Aquaplaning kontrolliert werden kann

Wie Aquaplaning kontrolliert werden kann

Aquaplaning ist eine der größten Gefahren beim Befahren von nassen Straßen. Bei Aquaplaning schwimmen die Fahrzeugreifen auf einem Wasserkissen und verlieren sofort den Kontakt mit dem darunterliegenden Asphalt. Aquaplaning ist ein gefährliches Phänomen, das üblicherweise entsteht, wenn bei hoher Geschwindigkeit auf einer nassen Straße oder auf einer nicht asphaltierten Fahrbahn mit Pfützen gefahren wird. Unter diesen Umständen können die Kanäle des Profils das Wasser unter den Reifen nicht mehr ableiten; folglich bildet sich ein Wasserkissen, auf dem der Reifen zu schwimmen beginnt. In den meisten Fällen kann Aquaplaning durch eine vorsichtige Fahrweise und durch gute, korrekt aufgepumpte Reifen vermieden werden, da die Laufflächenprofile so konzipiert sind, dass sie große Wassermengen ableiten, damit die Haftung bestehen bleibt. Bei Aquaplaning  ist bremsen nutzlos, da Ihre Reifen nicht länger mit der Straße in Berührung stehen. Eine Bremsung kann sogar bewirken, dass das Fahrzeug stark ins Schleudern kommt, wenn der erste Reifen wieder Haftung erlangt, und Sie so die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren.

Am besten halten Sie das Lenkrad gut fest, bereiten sich auf den Augenblick vor, wenn die Reifenhaftung zurückerlangt wird, und versuchen währenddessen, die Richtung einzuhalten. Lassen Sie außerdem den Druck auf das Gaspedal  langsam nach, da sich die Motordrehzahl gesteigert hat, sobald die Räder zu schwimmen begonnen haben.

Der richtige Reifendruck
 

Der richtige Reifendruck<br/> 

Ein zu geringer Reifendruck beeinträchtigt nicht nur die Sicherheit, sondern führt auch zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Zu schwach aufgepumpte Reifen haben einen größeren Rollwiderstand und brauchen daher mehr Energie, um sich zu drehen, was zu erhöhten Kraftstoffkosten führt. Auf die Räder aufgezogene Reifen verlieren auf lange Sicht unweigerlich an Luft. Es ist daher wichtig, den Reifendruck regelmäßig zu überprüfen und die Druckangaben in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs zu befolgen. Korrekt aufgepumpte Reifen können bis zu 5%* Kraftstoffkosten einsparen.

* Quelle: US-Umweltbundesamt (U.S. Environmental Protection Agency EPA)

TIPPS VON JEEP®

Reifen mit zu geringem Reifendruck, abgenutzte oder harte Reifen (über 5 Jahre alt) mindern die Kurvenstabilität und können Ihr Fahrzeug bei Nässe und Bremsung gefährlich werden lassen. Befolgen Sie die Reifengrößenangaben in den Unterlagen Ihres Fahrzeugs. Es ist rechtswidrig, Reifen mit einer Größe aufzuziehen, die nicht im Fahrzeugschein Ihres Fahrzeugs angegeben ist. Während es nicht gestattet ist, Reifen mit einer geringeren Geschwindigkeitsklasse zu verwenden als die der Erstausrüstung, können Reifen mit einer höheren Geschwindigkeitsklasse aufgezogen werden. Es ist Ihnen auch gestattet, Ihr Fahrzeug mit Winterreifen auszurüsten, deren Geschwindigkeitsklasse einen Buchstaben niedriger ist als die verwendeten Sommerreifen. Mit dem richtigen Reifendruck können Sie bis zu 5%* Kraftstoff einsparen. Ein korrekter Reifendruck und die Verwendung von für die Jahreszeit geeigneten Reifen tragen positiv zur Sicherheit und zur Lebensdauer der Reifen bei. Lassen Sie Ihre Reifen regelmäßig bei einem autorisierten Jeep® Servicepartner überprüfen. Dort können Ihre Reifen bei Bedarf auch ausgewechselt werden. Das dortige Fachpersonal wird Ihnen gerne die für Ihre Anforderungen geeigneten Reifen empfehlen.

* Quelle: US-Umweltbundesamt (U.S. Environmental Protection Agency EPA)

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Selbstdiagnose

Es ist angebracht, den Reifendruck regelmäßig überprüfen zu lassen. Angaben zum korrekten Reifendruck finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs.

Profiltiefe

Die Profiltiefe hängt vom Reifentyp ab; die Mindesttiefe ist jedoch gesetzlich festgelegt. Ein Profil muss mindestens 1,6 Millimeter tief über die Reifenoberfläche verlaufen. Diese Tiefe kann leicht mit einer 2-Euro-Münze gemessen werden. Ist das Profil tiefer als der äußere Münzring, dann liegt es sicher über der 1,6-mm-Grenze.

Reifenzustand

Schnitte und Risse in den Seitenwänden eines Reifens können gefährlich sein, vor allem, wenn sie bis in die Strukturlagen hineinreichen. Wechseln Sie den Reifen umgehend aus, wenn Sie derartige Schäden feststellen.

Felge

Dellen in den Felgen können Vibrationen in der Lenkanlage hervorrufen und sogar bewirken, dass der Reifen von der Felge rutscht.